Buchrezension – „Kribbeln im Kopf“

In diesem Blogeintrag möchte ich das Buch „Kribbeln im Kopf – Kreativitätstechniken & Brain-Tools für Werbung und Design vorstellen. Wer auch schon in der Lage war, ein Kreativ-Konzept und visuelle Strategien für einen Kunden auszudenken, wird dieses Buch lieben. Auf witzige Art und Weise deckt es Techniken auf, wie man im Plenum durch verschiedene Methoden an neue Ideen- und Lösungsansätze kommt. Das Buch ist von vielen positiven Rezensionen verwöhnt worden. Freche Ideen wollen entdeckt und geweckt werden. Von Guerilla-Marketing zu eleganten und sehr kontrastreichen Ansätzen wird man hier immer wieder von neuem inspiriert und so wird das Buch zum treuen Begleiter, den man stehts griffbereit haben möchte.

Es wird das „Training des Idea-Engeneerings“ beschrieben; das regelmässige Trainieren des Ideensammelns in der Gruppe. Viele haben bei Sitzungen Hemmschwellen und Blockaden, die es zu überwinden gilt. Die bekannte Angst, ein Gedanke sei unangebracht und deswegen nicht mitzuteilen lähmt den Ideenprozess erheblich. Sich von diesen negativen Gedanken zu trennen und laut drauflos zu denken, um so der Idee Platz zu schaffen, wird in diesem Buch proklamiert. Sich gegenseitig mit Gedanken „zu befruchten“, mit Kreativität anzustecken, Spiele zu machen, locker zu werden und Ängste zu begraben sei eines der wichtigsten Vorgänge beim Briefing und der Ideenfindung beschreibt der Autor.

Das Buch richtet sich an Teams in Werbeagenturen und Kommunikationsprofis. Im Mittelpunkt stehen Methoden zu Leit- und Kampagnenideen. Es will dabei keine Ratschläge zur Gestaltung kreativer Layouts geben und keinen Diskurs über gute und schlechte Werbung führen. Es ist mit zahlreich vorgestellten Kampagnen, Tipps, Fragestellungen und etlichen Checklisten ein unverzichtbarer Ratgeber, wie man zu einer Idee kommen oder essentielle Ansätze für ein Marketing-Pitch finden kann.

Die vorgestellten bebilderten Kampagnen sind in diverse Klassifizierungen eingeteilt, wie eine Botschaft transportiert werden kann. Man findet unter anderen z.B. „Ohne Worte“, „Gegenüberstellungen und Vergleiche“, „Wiederholung und Aufzählung“, „Übertreibung“, „Paradoxien“, „Provokation und Schock“, „Perspektivwechsel“, „Persiflage“, „Symbole und Zeichen“, „Absurd, surreal und bizarr“ und viele Weitere.

Das Buch liest sich leicht und flüssig und führt in die Leichtigkeit des „Sich-Freidenkens“ ein. Es regt an, sich von sturen und eingekerbten Denkmustern zu befreien und macht Lust auf kreative Auseinandersetzung in der Gruppe. Sehr empfehlenswert!

Pricken, Mario (2001). Kribbeln im Kopf – Kreativitätstechniken & Brain-Tools für Werbung und Design, Mainz: Verlag Hermann Schmid

ISBN 3-87439-647-9

Ca. € 65.-

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2 Antworten zu „Buchrezension – „Kribbeln im Kopf““

  1. pixi sagt:

    nun ja… danke für den tipp. hört sich gut an. gut ist aber auch der preis: CHF 129.-. sicher überrissen oder nicht? wodurch dieser preis wohl zustande kommt? handgemachte einzelanfertigungen? ;-)

  2. patricsimon sagt:

    Ich hab etwa CHF 100.- dafür bezahlt, was ich schon sehr teuer fand. 129.- wie es im Thalia.ch angeboten wird, ist sicher total überzahlt. Ich würde mir heute eine Kopie bei Amazon (oder sogar eine gebrauchte) besorgen. In der Unibibliothek kann man das Buch natürlich auch borgen, einfach mit dem Nachteil, es nach ca. 4 Wochen wieder zurückgeben zu müssen.

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